Forschungsprojekte

sodia – Sozialdiagnostische Verfahren kontrolliert erproben und optimieren

sodia war ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt des Masterstudiengangs Soziale Arbeit 2009-2011 unter der Leitung von Peter Pantuček-Eisenbacher und Sabine Sommer zur Weiterentwicklung sozialdiagnostischer Verfahren.

Gemeinsam mit Organisationen aus dem Praxisfeld wurden ausgewählte sozialdiagnostische Verfahren einem Praxistest unterzogen, auf ihre Brauchbarkeit überprüft und ggf. adaptiert. Ziel war, empirische und theoretische Grundlagen für die Soziale Diagnostik zu verbreitern und sie in verschiedenen Handlungsfeldern auf ihre Tauglichkeit im Unterstützungsprozess zu testen bzw. auch erweiterte Manuals zu erstellen bzw. Einschulungsprogramme zu konzipieren.

Ein besonderes Augenmerk wurde auf die Verbindung zu Fragen der Methodik der Sozialen Arbeit gelegt. Die Aufmerksamkeit galt insbesondere der Netzwerkkarte, der Inklusions-Chart 2 (IC2) und Verfahren strukturierter Eigendiagnose („Black Box Diagnostik“). Intensiv wurde an der Weiterentwicklung der nutzerfreundlichen Software easyNWK zur Erstellung von digitalen Netzwerkkarten gearbeitet.

Die Mitarbeiter*innen des Forschungsprojekts haben folgende gemeinsame Masterthesis zur Netzwerkdiagnostik erstellt: Aspöck, Tamara / Kogelnig, Birgit / Nußbaumer, Sandra / Stork, Roland / Windpassinger, Andrea (2011): Die egozentrierte Netzwerkkarte als Diagnoseinstrument der Sozialen Arbeit. Praxisrelevanz, Modifizierungen und Anwendungshilfen. Masterthese an der FH St. Pölten. http://www.pantucek.com/texte/nwk_master.pdf

Netzwerkkarten und Netzwerkinterventionen in der Sozialpsychiatrie

Im Rahmen des Masterprojekts „Netzwerkkarten und Netzwerkinterventionen in der Sozialpsychiatrie“ 2019-2021 unter der Leitung von Karin Goger und Patricia Renner werden in Kooperation mit der sozialpsychiatrischen Einrichtung Brücke SH in Schleswig-Holstein und der GSFG Gesellschaft zur Förderung seelischer Gesundheit GmbH, Netzwerke von Personen mit psychischen Belastungen qualitativ untersucht.

Ein besonderer Fokus wird dabei auf die Veränderung der sozialen Netzwerke mit ihren sozialen Beziehungen im Verlauf der Beratung und Betreuung in einer sozialpsychiatrischen Einrichtung gelegt. Ausgehend von empirischen Befunden, die einen Zusammenhang zwischen der Qualität sozialer Beziehungen und (psychischer) Gesundheit nahelegen, sollen die gewonnenen Erkenntnisse zur Entwicklung von netzwerkförderlichen und damit gesundheitsfördernden Interventionen beitragen.

Nähere Informationen finden Sie unter: https://research.fhstp.ac.at/projekte/netzwerkkarten-und-netzwerkinterventionen-in-der-sozialpsychiatrie